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Die verdrängte Katastrophe – 30 Jahre Tschernobyl

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Ranga Yogeshwar hat sich für Die verdrängte Katastrophe – 30 Jahre Tschernobyl, eine Sondersendung für Quarks & Co., wieder nach Tschernobyl begeben. Dabei sieht er sich den neuen Sarkophag und das Kernkaftwerk an, befragt einen Wissenschaftler zu den in der Sperrzone lebeneden Tieren, unterhält sich mit einem alten Bewohner in der Sperrzone und schaut sich die Abfallanlagen an.

Die wohl größte Überraschung erlebt man im Kernkraftwerk: Dort herrscht große Betriebsamkeit, obwohl auch die anderen Reaktoren seit 2000 still gelegt sind und in Tschernobyl kein Strom mehr produziert wird. Dennoch arbeiten die Leute in den Leitstellen, als sei alles in Ordnung. Yogeshwar erinnert das an ein Theaterschauspiel und spekuliert, dass dies extra für das Kamerateam gemacht wurde, um einen anderen Eindruck zu vermitteln.

Stillstand herrscht dafür bei einem Abfallbehandlungszentrum und einer Deponie, in der die radioaktiven Abfälle lagern sollten. Diese wurden von dem deutschen Unternehmen Nukem, ein ehemaligen Tochterunternehmen von RWE, gebaut – und Nukem hat sich vertraglich abgesichert, dass sie nicht bei der Inbetriebnahme der Anlagen helfen muss. Knapp 100 Millionen Euro haben die Anlagen gekostet, finanziert von der EU – also unseren Steuergeldern. Ein Skandal.

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